blockHeaderEditIcon
Menu
blockHeaderEditIcon
Jeux Dramatiques Jeux Dramatiques
Jubiläum 2012 - 20 Jahre... Jubiläum 2012 - 20 Jahre...
Einladung Einladung
Methode Methode
Veranstaltungen Veranstaltungen
Workshops Workshops
Ausbildung zur Jeux-Leiterin Ausbildung zur Jeux-Leiterin
Ausschreibung (pdf) Ausschreibung (pdf)
Zielgruppen & Arbeitsfelder Zielgruppen & Arbeitsfelder
JD mit Kindern JD mit Kindern
JD mit Erwachsenen JD mit Erwachsenen
JD mit Senioren JD mit Senioren
Hintergrund Geschichte Hintergrund Geschichte
Literatur Literatur
Gästebuch Gästebuch
Verein Verein
Vorstand Vorstand
Mitteilungen Mitteilungen
Ziel und Zweck Ziel und Zweck
Mitglied werden? Mitglied werden?
Statuten Statuten
Spots (Jahresberichte) Spots (Jahresberichte)
Login für Mitglieder Login für Mitglieder
Kontakte Schweiz Kontakte Schweiz
Vorstand ajd Vorstand ajd
Weitere Kontakte Weitere Kontakte
Internationale Kontakte Internationale Kontakte
Suche
blockHeaderEditIcon

Methode der Jeux Dramatiques

Ausdrucksspiel aus dem Erleben

Der Inhalt der Methode ist das Hinführen in die Vorstellung, zum inneren Erleben und zum Entdecken und Fördern der individuellen Ausdrucksmöglichkeiten.

Dieser Prozess wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom russischen Theaterpädagogen und Schauspieler Konstantin Sergejewitsch Stanislawski zur Ausbildung von Schauspielern beschrieben und vom französischen Pädagogen Léon Chancerel aufgegriffen und in die Pädagogik übertragen. Die Schweizerin Heidi Frei kam in den 40er – Jahren des 20. Jahrhunderts durch die Pfadfinderinnen mit dieser Theater-Spielart in Berührung. Die Weiterentwicklung und Verbreitung der Jeux Dramatiques wurde zu ihrer Lebensaufgabe im Bereich der Pädagogik und Erwachsenenbildung.

Die Jeux Dramatiques, das Ausdrucksspiel aus dem Erleben, ist eine eigenständige Theaterform. Die Teilnehmenden spielen nicht in erster Linie für Publikum, sondern zur eigenen Freude und zur persönlichen Entwicklung.
Jeux Dramatiques basieren auf dem individuellen spontanen Ausdruck einer selbstgewählten Rolle. Sich in verschiedenen Rollen begegnen und erleben ist ein lustvoller wie auch ernsthafter Prozess.

Aufbaustrukturen zeigen, wie die Jeux Dramatiques vermittelt werden und geben eine solide Grundlage zur Gestaltung von Texten und Themen.

Das praktische Ziel der Jeux Dramatiques ist das Spielen mit begleitendem Lesen oder Erzählen zu einem literarischen Text, Kurzgeschichten, Bilderbuchgeschichten, Märchen, Gedichte, selbst geschriebenen Texten, sowie zu Natur- oder Lebensthemen oder zu Musik. Die Spielenden brauchen nicht zu reden. Das Weglassen der Sprache schafft Raum für das innere Erleben und seinen persönlichen Ausdruck.

Der Aufbau eines Spiels
Die Spielvorbereitung umfasst das Erzählen der Geschichte oder die Einführung ins Thema, Einstiegs- und Ausprobierspiele ermöglichen den Teilnehmenden Rollen und Situationen auszuprobieren und zu erleben. Das Finden derjenigen Rolle, die der inneren Stimmung und dem Spielwunsch entspricht, wird durch diese Spiele vorbereitet.

Grundsatz
Für das Ausdrucksspiel gilt grundsätzlich: „Geschehen und Entstehen lassen, es gibt kein Richtig es gibt kein Falsch“. Erleben und Ausdruck werden nicht bewertet.

Rollenwahl
Im Unterschied zu konventioneller Theaterarbeit findet ein eigens für die Jeux Dramatiques entwickelter Rollenwahlprozess statt.
Neben der Vielfalt von Menschenrollen werden auch menschliche Eigenschaften (Angst, Neugierde, Gier...), Gegenstände und Rollen aus dem Natur-, Tier- und Märchenreich gespielt.

Material
Das wichtigste Theaterrequisit ist eine Vielfalt von Tüchern verschiedenster Grösse, Farben, Strukturen, dann Hüte, Handschuhe, Gürtel, Krawatten, Schmuck.....und weitere Requisiten wie Muscheln, Steine, künstliche Blumen, Geräusch- und Musikinstrumente. Schachteln, Stäbe, Stühle, Tische, Schnüre, Kissen dienen zum Bauen von Spielplätzen

Spielraum – Spielplätze
Als Spielräume eignen sich grössere und kleinere Räume mit wenig Mobiliar und geeignete Plätze im Freien
Die Spielenden gestalten innerhalb des Spielraumes ihre Spielplätze und verkleiden sich nach ihren individuellen Vorstellungen.

Spielverlauf
Es findet ein spontanes Spiel zum begleitenden Lesen oder Erzählen statt. Der momentane Ausdruck des Erlebten hat Priorität.

Beginn und Ende eines Spiels
Zur Einstimmung ins Spiel sind die Spielenden an ihren Spielplätzen und stellen sich in ihrer Rolle vor. Sie sagen, wer oder was sie sind, wo sie sind, was sie in ihrer Rolle machen oder erleben möchten und können spezielle Wünsche äussern.

Das Spiel beginnt und endet immer in der Ruhe mit einem Gongschlag. Dieses Ritual hilft den Spielenden, zwischen Spiel und Realität unterscheiden zu können.

Spielregeln
Einige Spielregeln für die Spielende und Leitende bieten einen Rahmen, der möglichst wenig einschränkt, jedoch Sicherheit gibt, damit sich ein schöpferischer Prozess sowohl beim Einzelnen wie in der Gruppe entwickeln kann. Die wertfreie Atmosphäre des Spielgeschehens befreit die Spielenden vom Anspruch, etwas gut machen zu müssen.

Spiel vor Zuschauern
Die Gruppe spielt nicht für ein Publikum, sondern vor allem für sich selbst, für das eigene Erleben getragen von der gemeinsamen Spielfreude.
Ein Spiel vor miterlebenden, nicht wertenden Zuschauern ist nach Absprache mit der Gruppe möglich und braucht eine entsprechende Einführung der Zuschauer.

Nachgespräch
Die Interaktion zwischen den Spielenden - trotz Weglassen der Sprache – lässt eine Dynamik entstehen, die bis zum Ende des Spiels erhalten bleibt.
Im Nachgespräch werden die individuellen Eindrücke und Erlebnisse reflektiert und ausgetauscht, Unsicherheiten und eventuelle Missverständnisse geklärt.

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
*