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20 Jahre Arbeitsgemeinschaft20 Jahre Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques Schweiz
Jeux Dramatiques Schweiz

Jubiläums-Jahresversammlung
Samstag/Sonntag 16./17. Juni 2012

Mit der Generalversammlung 2012 wurde das 20jährige Bestehen der Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques Schweiz mit den aktiven und ehemaligen Mitgliedern, mit den Interessentinnen und Interessenten der Jeux Dramatiques und ausländischen Gästen  in einem festlich - feierlichen - kreativen Rahmen in einer stimmungsvollen Umgebung gefeiert. Von Samstag, 16. Juni 2012 um 12.00 Uhr bis Sonntag, 17. Juni 12.00 Uhr, standen im Evangelischen Tagungs- und Bildungszentrum Boldern 24 Stunden für Feiern, Spielen, Austausch, Überraschungen zur Verfügung, wobei auch das Kulinarische nicht zu kurz kam.

 

Workshop Geben und NehmenWorkshop „Vom Geben und Nehmen in Klassen“

unter der Leitung von Marion Seidl Hofbauer aus Österreich:
 
„Im gesunden menschlichen Körper nimmt die einzelne Zelle auf und gibt wieder ab. Im Spiel nimmt und gibt das Kind in der Begegnung mit den Anderen. Klassensysteme in denen Geben und Nehmen fliessen, wirken auf den Einzelnen entwicklungsförderlich, anregend, inspirierend und machen Mut, Neues auszuprobieren. Wie aber sieht es in Klassensystemen aus, in denen es wenig fliesst, in denen nicht genommen wird? Wie geht es hier den Gebenden, den Lehrpersonen? Wie können wir thematisch das „Nehmen“ aufgreifen und Lösungstexte anbieten? Die Jeux Dramatiques bieten hier unzählige Möglichkeiten.“

 


Die Aspekte Geben und Nehmen werden in folgender Geschichte thematisiert.
In Indien lebende Elefanten werden gefangen, gezähmt und als Arbeitstiere eingesetzt. Die Elefanten leben zusammen in einem Gehege. Sie werden von im Dorf lebenden Elefantenführer gebürstet, geputzt und ausgeführt. Sie lernen Kommandos wie Stopp, Komm, sie werden gelobt und wieder gepflegt. Sie helfen im Strassenbau, werden gefüttert und wieder gepflegt.
Im Jeux Paarspiel testet der „Elefantenpfleger“ die ausgesuchten Requisiten wie Bürste, Pinsel oder Schwamm zuerst auf seiner Haut. Sorgfältig nimmt er Kontakt auf mit dem ausgesuchten „Dickhäuter“. Achtsam geht er auf seinen „Elefanten“ zu und hat immer Blickkontakt mit ihm. Der „Pfleger“ nimmt wahr wie „sein Elefant“ auf die unterschiedlichen Requisiten reagiert. Nach dieser Partnerübung geben sich die Spielenden Feedback und wechseln die Rollen. Im Jeux kann es weitere Rollenangebote (z.B. Tierarzt) und Aufgaben (Unwetter) geben, welche gemeinsam gelöst werden müssen. „Diese langsam aufgebaute Dorfstruktur ist aufnahmefähig für weitere Impulse, die wiederum das einzelne Kind auf dem Weg vom Ich zum Du zum Wir stärkt und so den Energiefluss fördert.“

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